Montag, 21. März 2011
Cubase 6: Video-Import funktioniert nicht!
Besonders ärgerlich: auf demselben Rechner läuft die ältere Version SX2 problemlos und zeigt sowohl Quiktime als auch MPEG-Videos jeder denkbaren Kompression und Größe.
Am ärgerlichsten aber ist der Service von Steinberg. Ich habe da nun bereits zweimal innerhalb von 10 Tagen hingeschrieben und um Hilfe gebeten, außer einer Bestätigungsmail kam bisher absolut nichts. Ich denke, bei einer derart teuren Profisoftware müsste für registrierte Kunden mehr drin sein.
Im Netz finden sich viele, die dasselbe Probleme aber auch keine Lösung haben. Und auch in Steinbergs Knowledgebase steht nur, dass ab Version 5 nur noch Quicktime 7 unterstützt wird, was aber Blödsinn ist, da ich genau diese Version auf meinem Rechner habe und alle Filme im standalone Quicktime-Player reibungslos laufen. Es handelt sich also ganz klar um einen Bug in der Cubase Software, den die Leute dort scheinbar aussitzen wollen.
Mal gucken, was passiert, wenn man mit Nachdruck auf Nachbesserung bzw. Wandlung dringt, was nach dem Verbraucherrecht hierzulande Teil des Kaufvertrages ist.
Donnerstag, 10. März 2011
Playlist Converter for Zen X-Fi 2 MP3-Player
If you are interested, mail to my facebook account. If there are enough people, I will put it on my online storage for public access.
Dienstag, 31. August 2010
Donnerstag, 22. April 2010
Spiegel Online im Apfel-Rausch
Seit gefühlten 3 Monaten treibt Spiegel Online täglich eine neue Apple-Sau durchs Dorf. Scheint so, als wären die Redakteure dort im erbitterten Wettstreit mit professionellen Werbeagenturen um die größte Medienpräsenz des angebissenen Obstes. Nach meiner Meinung, haben sie bis jetzt klar gewonnen. Herzlichen Glückwunsch.
Bleibt aber die Frage, ob es einem seriösen Nachrichtenmagazin im Web gut zu Gesicht steht, wenn es sich zum willfährigen Jünger einer cleveren Lifestyle Company macht. Wie ernst kann man noch deren Berichte zu Afghanistan, Kindesmissbrauch oder Regierungspolitik nehmen, wenn sie angesichts eines mittelmäßigen technischen Gerätes in kritiklose Verzückung verfällt und nichts eiliger hat, als flammende Beiträge zur Missionierung der skeptischen Apple-Ungläubigen ins Web zu stellen. So schlecht kann das Gehalt der dort Arbeitenden doch nicht sein, dass sie sich durch solch inhaltsleere Lobeshymnen die iPhones und iMacs und andere i-Dinger als Belohnung verdiene müssen?
Jeder kleine Gangsta-Rapper weiß, Credibility ist alles. Und SPON ist gerade dabei seine massiv zu verspielen.
Montag, 17. August 2009
Wer kommt zu meiner Beerdigung?
Was für eine seltsame Frage, denkt sicher der eine oder andere. Schließlich kann es dem Abgetretenen doch vollkommen egal sein, wie viele und ob überhaupt Leute zu seiner Beerdigung kommen. Vermutlich hat er ganz andere Sorgen, allerdings weiß niemand so genau welche. Wir können nur wenig über die Gemütslage nach dem Exitus sagen weil noch niemand wieder zurückgekommen ist, außer in Zombiefilmen.
Wie dem auch sei. Ich bin jetzt 56 Jahre alt und während mir unter der Dusche das Wasser aufs dünner werdende Haupthaar prasselt (immerhin, ich hab noch fast alles davon im Gegensatz zu vielen Altersgenossen) kommen mir immer häufiger asexuelle Gedanken. Zum Beispiel frage ich mich, ob das Geld wohl reicht um später wenigstens bescheiden aber doch sorglos alt zu werden oder ob dann noch jemand da ist, der mich beim Schnarchen in die Seite knufft. Oder - ob Leute zu meiner Beerdigung kommen, ich kann es nun mal nicht ändern.
In der Zeitung lese ich immer wieder, dass Tausende zu diesem oder jenem Begräbnis gekommen sind um den Verschiedenen zu beweinen. Berge von Blumen und Kränzen türmten sich auf dem Grab und die wehmütigen Abschiedsreden wollten gar nicht enden. Wenn ich tot wäre und würde all diese trauernden Menschen sehen, die den großen Verlust beklagen, womit ich gemeint bin, dann würde mich das doch mit einigem Stolz erfüllen. Schließlich könnten sie ja auch was ganz anderes tun, im Internet surfen, im Café sitzen und flirten, wichtige Geschäfte abschließen oder es sich einfach mal gut gehen lassen. Stattdessen opfern sie ihre Zeit um mir die letzte Ehre zu erweisen. Das ist schon was.
Andererseits, kann ich mir denn sicher sein, dass diese vielen Leute überhaupt meinetwegen zum Friedhof oder zur Trauerfeier kommen? Zumindest kommen mir Zweifel, ob der oder die Verstorbene bei so einem Mammut-Begräbnis wirklich jeden der leise ins Taschentuch weinenden Anwesenden persönlich kannte. Bei Elvis sollen es damals mindestens 40.000 Trauernde gewesen sein und bei Lady Di noch ein paar Tausend mehr. Um die alle kennen zu lernen, müsste man praktisch jeden Tag nur noch Hände schütteln und käme sonst zu nichts mehr.
Ich gehe wohl von falschen Voraussetzungen aus, denn ich bin nicht berühmt. Bei Prominenten kommen jede Menge Leute eben wegen der Prominenz. Eine einseitige Liebesbeziehung. Hass kann natürlich auch der Grund sein. Es gibt wahrscheinlich sogar Stalker nach dem Ableben. Ein bisschen gruselig, finde ich.
Für Nicht-Berühmte wie mich gilt, es kommen nur Leute, die dich kennen und mögen und Zeit haben. Da wird's schon etwas eng. Wie viele davon gibt es in meinem aktuellen Leben? Gut, ich kenne wohl an die hundert oder mehr Menschen und kannte über die ganze Lebenszeit fünf- bis sechsmal so viele; gemeint sind all jene, mit denen ich zumindest für eine gewisse Weile persönlichen Umgang gepflegt habe. Aber mögen die mich? Und würden sie sich die Zeit nehmen, zur Beerdigung zu kommen?
Obwohl es mir, wie gesagt, eigentlich egal sein könnte, wer eine Schaufel Sand meiner Urne hinterher wirft, besonders, weil ich nicht an eine Wiedergeburt glaube, betrübt mich der Gedanke, es könnte am Ende niemand dabei sein außer dem Totengräber. Irgendwie sieht das doch so aus, als wäre ich ein furchtbarer Mensch gewesen, unfähig auch nur ein einziges Herz für sich zu gewinnen. Wahrscheinlich kalt und egoistisch und zu beschäftigt selbst auf irgendeine Beerdigung zu gehen. Mit anderen Worten: ein gefühlloses Arschloch. Mancher hätte vielleicht die Ausrede, dass er fern von der Heimat gestorben ist, fern von den Angehörigen und Freunden und deshalb in aller Einsamkeit verscharrt wurde, aber in meinem Fall fürchte ich, werde ich ganz brav zuhause den Löffel abgeben.
Ist nicht eigentlich das Andenken an einen Verstorbenen und vor allem dessen Dauer nach dem Tod ein wahrer Indikator für den Wert des Menschen zu Lebzeiten? Und wenn nun keiner an meinem Grab erscheint und an mich denkt, hab ich dann ein wertloses und damit nutzloses Leben gelebt?
Kann es sogar sein, dass wir insgeheim alle diese eine Triebfeder in uns haben, nämlich Eindruck zu hinterlassen, der groß genug ist, um auch noch nach unserem Dahinscheiden weiter zu wirken, 'not fade away', wie die Stones schon sangen? Und sind wir oft sosehr damit beschäftigt, dass wir darüber vergessen richtig zu leben, unser einzigartiges Leben mit all seinen Ecken und Kanten, und stattdessen eine Art Promotion-Ausgabe von uns präsentieren, deren Aufrechterhaltung uns fast alle Kraft kostet, die wir ansonsten zum Erreichen unser echten Ziele dringend bräuchten?
Ich bin mir nicht sicher.
Also wache ich weiter ab und zu auf, mit dem Bild eines trostlos, kalten, verregneten Novembermorgens im Kopf. Ein älterer halbkahler Mann mit Gummistiefeln und Overall versenkt achtlos ein schmuckloses Metall-Behältnis in einem Erdloch, schaufelt mürrisch Sand rein und legt eine Grassode drauf. Begutachtet kurz seine Arbeit, tritt die Sode nochmal fest und eilt unter das Vordach des Geräteschuppens um sich eine Zigarette anzuzünden.
Und das war's.
Doping
Das Dilemma beim Doping ist immer dasselbe. Wir alle sind Voyeure, mehr oder weniger begeisterte, aber immerhin. Und jede Sportveranstaltung ist schlussendlich auch eine Show. Also erwarten wir, wie im Zirkus, auf der Bühne, im Kino oder beim schweren Verkehrsunfall auf der Gegenspur, kleine Wunder, Zaubereien, Höchstleistung und wenigstens ein bisschen Grusel. Je unglaublicher, umso schöner. Das wussten auch schon die alten Römer und veranstalteten 'Brot und Spiele' um die Massen davon abzuhalten sich politische Gedanken zu machen.
Heute können wir weltweit bequem im Fernsehsessel die Gladiatoren beim Kämpfen beobachten und wenn es nicht spektakulär genug ist, zeigt der Daumen nach unten und man geht zum 2. Bier über. Wenn also unsere modernen Arenakämpfer zu allen Mitteln greifen ist das nur konsequent, alle wissen das.
Peinlich und verwerflich ist dabei lediglich die Bigotterie von Funktionären und Politikern, die sich im Zweifel im Ruhm ihrer gedopten Spitzenathleten sonnen. Es wird Zeit über einen vollkommen neuen Modus nachzudenken und Doping nicht nur zu legalisieren, sondern ganz offen zu deklarieren, wie Reifenmarken bei der Formel 1 oder Anzughersteller beim Schwimmen.
Damit wir wählen können, muss es alternativ dann eben noch die dopingfreien Spiele geben!
Samstag, 27. Juni 2009
Twitter. Na und?
Die ganze Welt ist scheinbar verrückt nach Twitter, zumindest summt und brummt es so im Internet. Aber warum? Was macht diesen maximal 140 Zeichen langen Internet-SMS-Service so genial?
Ich schicke eine kurze Text-Nachricht auf einen Server und alle jene, die sich als meine 'Jünger' bzw. follower angemeldet haben, können in kurzer Zeit sehen, dass es bei mir regnet, ich mir in den Finger geschnitten habe oder Claudia eine blöde Schlampe ist. Toll! Man kann die Nachrichten direkt im Netz, mit einem Twitter Client auf dem Computer oder auf dem Handy empfangen, bzw. ver-folgen.
Seit Obama Twitter für den Wahlkampf entdeckte, gibt es kaum noch irgendeine Zeitung, TV-Sender oder Organisation, die nicht einen Twitter-Account hat und ihn kräftig nutzt. Jede noch so kleine Meldung wird in 140 Zeichen komprimiert und in die Welt ge-zwitschert. Frisst ja kein Brot, wie mein Onkel immer so sagte.
Wenn man ein fleißiger Follower von, sagen wir, fünfzig dieser aktiven Twitterer ist, kann man dem Vorbeifließen der Tweets zugucken, wie etwa dem Niagarafällen. Ein stetes Text-Vorbei-Rauschen ohne jede Struktur und Ordnung aber mit dem schönen Gefühl, dabei zu sein. Inzwischen gibt es dazu passend jede Menge praktische Tools, wie Filter, Kurz-URLs, Hashtags usw. Alle nur dafür erfunden, um der Flut Herr zu werden oder das 140 Zeichen Diktat zu erweitern.
Der Twitter-Hype ist berechtigt, wenn man sich die nackten Zahlen anschaut. Das Ganze wurde 2006 in die Welt gesetzt und hat seitdem täglich weltweit etwa 50.000 neue User gewonnen. Allerdings bleiben davon weniger als 40% dabei, besser gesagt, sie melden sich nicht ab. Wie viele von jenen wirklich aktiv sind, ist nicht zu ermitteln. Es gibt aber sicher Situationen, wo der Dienst besonders gefragt ist, z.B. aktuell während der iranischen 'Wahlen'.
Irgendjemand hat mal zynisch formuliert: "Twitter ist ein Werkzeug, unwichtige Nachrichten an Personen zu senden, die einem vollkommen egal sind, damit sie sie nicht lesen." Und ich kann darin viel Wahrheit erkennen. Wo genau der Vorteil gegenüber anderen Systemen liegt, wird mir nicht klar. Wenn ich jemandem konkret etwas mit wenigen Worten mitteilen möchte, kann ich auch SMS nutzen, sogar mit Ankunftsbestätigung. Oder ich schicke eine email. Wenn ich mich aber tiefer mit einem Thema befassen will, geht kein Weg an einer ausführlichen Internetrecherche vorbei.
Twitter ist schnell, okay, aber was habe ich davon, wenn ich im Nachrichtenmüll ersticke, oder meine Filter so streng setzen muss, dass ich nur ein paar ausgewählte Meldungen mitbekomme aber die wichtigen verpasse?
Angeblich sollen Google und Facebook schon scharf drauf sein, Twitter zu kaufen, es wird von 500 Milionen $ Marktwert gemunkelt. Bloß wofür? Bis heute haben die Erfinder noch nicht eine Cent damit verdient. Und wie, wenn nicht mit Werbung, soll das auch gehen. Bloß, Werbung braucht Platz und wir haben nur 140 Zeichen – ich verstehe es nicht! YouTube, von Google für 1,6 Milliarden(!) $ gekauft ist bis heute ein Millionengrab, mal abgesehen vom ständig wachsendem Copyright-Ärger.
Und dann ist da noch dieses bedenkliche Follower-System. Genauso wie bei MySpace, Facebook oder allen anderen Communities ist die Anzahl der 'Freunde' oder eben 'Folgenden' die Währung, mit der Prominenz und damit Bedeutung vorgegaukelt werden soll. Aber wie aussagekräftig ist es, wenn irgendein mittelmäßiger Schauspieler über eine Million Folllower hat? Ist er damit wichtiger als der Dalai Lama? Oder Barak Obama? Ich erkenne hier wieder nur ein Mittel um die menschlichen Umgang zu technisieren und damit immer kälter, gefühlloser zu machen. Nichts gegen Gezwitscher, aber bitte von echten Vögeln im Park an einem lauen Sommerabend, während ich mit meinen Liebsten und Freunden echte Würstchen auf einem echten Grill brate und dabei jemand eine echte, leicht verstimmte Gitarre spielt und dazu singt, aus ganzen Herzen!
Hier noch ein lohnender Gedanke zum Untergang der 'Sendeblase'.